Aus dem Job an die Uni: Studium Initiale macht's möglich

Sprachkurs: Dozent Wolfgang Mennecke (links) vermittelt „Technisches Deutsch für Fachkräfte und Ingenieure“. (Foto: IMPT)

IMPT | Ohne Abitur studieren? Nach der Elternzeit Fachwissen auffrischen? Neben dem Beruf Neues lernen? Das Studium Initiale macht all das möglich: Seit 2011 können sich Fachkräfte und Quereinsteiger an der Universität Hannover weiterbilden. 2015 soll die zweite Förderphase starten.

Das Studium Initiale richtet sich an "nichttraditionelle Zielgruppen ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung", also beispielsweise an Meisterinnen und Techniker ohne Abitur, an Berufserfahrene und Berufsrückkehrerinnen. Sie können sich an der Leibniz Universität Hannover neben dem Job weiterbilden - sei es, um Fachwissen aufzufrischen, Karrierechancen zu verbessern, einen Quereinstieg zu wagen, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden oder um sich persönlich weiterzuentwickeln.

Vom Mathe-Kurs bis zum Kommunikationstraining

Technikerinnen und Techniker können sich an der Uni beispielsweise in Werkstoffkunde weiterbilden lassen, Fachkräfte mit Migrationshintergrund lernen in einem Sprachkurs "Technisches Deutsch für Fachkräfte und Ingenieure". Vorbereitungskurse in Mathematik oder Chemie erleichtern den Einstieg ins Studium sowohl für Berufstätige ohne Abitur als auch für junge Frauen und Männer, die noch nicht sicher sind, ob ein MINT-Studium das Richtige für sie ist. Auch Sozialkompetenz wird vermittelt - von Kommunikation über Konfliktlösung bis Zeitmanagement.

"Besonders gut besucht war die Seminarreihe zum Thema Soziale Kompetenz für Studium und Beruf", sagt Dr. Stephanie Holz vom Institut für Mikroproduktionstechnik (IMPT). "Die Rückmeldung aller Kursteilnehmer war positiv und auch wir sind sehr zufrieden. Wir hoffen, das Kursangebot nach der Pilotphase noch so erweitern zu können, dass die Firmen in Hannover und der Region noch stärker davon profitieren."

Besserer Übergang vom Beruf an die Hochschule

Seit 2011 existiert das Studium Initiale als gemeinsames Projekt des IMPT und der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) der Leibniz Universität Hannover. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Sozialfonds der Europäischen Union im Rahmen des Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen". Ziel ist es, die Übergangschancen vom Beruf in die Hochschule zu verbessern, wissenschaftliches Wissen schnell in die Praxis zu übertragen und das Fachkräfteangebot zu sichern.

Eigentlich sollte das Projekt im März 2015 auslaufen, die Gelder wurden zunächst nur für 3,5 Jahre bewilligt. Wegen der guten Erfahrungen soll das Projekt jetzt allerdings verlängert werden: Die zweite Förderphase wurde vor kurzem beantragt und soll im April 2015 starten.

Seminare ab Sommer 2015: Jetzt vormerken!

Für Sommer 2015 sind neue Kurse geplant - von fachspezifischen Angeboten bis zum Sozialkompetenz-Seminar. Interessenten können sich bereits jetzt per E-Mail an ohd@zew.uni-hannover.de unverbindlich in die Interessentenliste eintragen lassen.

Weitere Informationen gibt es unter www.zew.uni-hannover.de/offene_hochschule.html sowie auf Facebook: www.facebook.com/offene.hochschule.

von Dr. Stephanie Holz

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Sprachkurs: Dozent Wolfgang Mennecke (links) vermittelt „Technisches Deutsch für Fachkräfte und Ingenieure“. (Foto: IMPT)
  • „Stimme, Sprechen, Präsentation“: Dozent Arndt Schwichtenberg (links) mit Teilnehmern des Seminars. (Foto: ZEW)
  • Gruppenübungen sind fester Bestandteil der Seminarreihe „Soziale Kompetenz für Studium und Beruf“. (Foto: ZEW)