Vortragsreihe Produktion und Gesellschaft startet am 28. Mai 2018

Im PZH Zukunftslabor werden bereits im dritten Jahr Produktion und Gesellschaft zusammengedacht. (Foto: alphaspirit, fotolia)

PZH | Können wir wirklich nachhaltig produzieren? Können wir Blockchain-Technologien sinnvoll nutzen? Können wir Komplexität künftig noch managen? Diese Fragen stehen 2018 auf der Agenda des „Zukunftslabors“, zu dem das Produktionstechnische Zentrum Hannover auch Gäste herzlich einlädt.

Das "PZH Zukunftslabor: Produktion und Gesellschaft" startet ins dritte Veranstaltungsjahr: Den Eröffnungsvortrag „Produktion im Spannungsfeld relativer und absoluter Nachhaltigkeit" hält am 28. Mai 2018, 13 Uhr, Christoph Herrmann, Professor für „Nachhaltige Produktion und Life Cycle Engineering“ und Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der TU Braunschweig.

Neues Leitbild „Absolute Nachhaltigkeit“?

Dabei wird es um aktuelle Veränderungen des normativen Leitbilds einer „Nachhaltigen Entwicklung“ gehen: In den letzten Jahrzehnten lag der Fokus in der Forschung und industriellen Praxis auf der Steigerung der „Öko-Effizienz“ und damit auf einer relativen Verbesserung von Produkten und Prozessen. Demgegenüber stehen die Erkenntnisse planetarer Grenzen und der Standpunkt einer „absoluten Nachhaltigkeit“. Was bedeutet diese Perspektive für die Produktion, für die Forschung und Entwicklung von Prozessen und Produkten? 

Blockchain jenseits von Bitcoin

Am 12. Juli 2018, 15 Uhr, zeigen Astrid Nieße, Professorin für Energieinformatik an der LUH, und Lambert Heller, Leiter des Open Science Lab der TIB Hannover, dass Blockchain mehr ist als die Technologie hinter Bitcoins. In ihrem gemeinsamen Vortrag: „Mit der Blockchain Energie verteilen, Wissen befreien – und die Produktion vereinfachen?“ loten sie einige der vielfältigen neuen Möglichkeiten von Blockchain-Technologien aus. Professor Nieße beschäftigt sich in ihrer Forschung unter anderem mit den Möglichkeiten, Blockchain-Technologien in Energiesystemen einzusetzen; darüber wird sie berichten. Lambert Heller untersucht, wie sich mit Blockchain wissenschaftliches Publizieren offener und effizienter organisieren lässt. Er reagiert damit auch auf Klagen von Wissenschaftlern über Intransparenz und Anfälligkeit für Einflussnahmen im System der Selbststeuerung der Wissenschaft und stellt vor, wie diesen Problemen mit „Cryptoeconomics“ begegnet werden kann.

Gute Arbeit, Sinn, Gewinn?

Am 2. Oktober 2018, 15 Uhr, heißt das Thema „Wandel, Komplexität, gute Arbeit“. Dr. Simon Berkler, Geschäftsführer und Mitgründer von TheDive in Berlin, begleitet unter anderem große produzierende Unternehmen auf dem Weg in eine andere Arbeitskultur. Den „Curators of Change“ von TheDive begegnen in vielen Organisationen „eine nicht mehr beherrschbare Komplexität, ständig steigende Geschwindigkeiten bei immer geringerer Kraftentfaltung, Geschäftsmodelle, die mit der Veränderungsdynamik nicht mehr Schritt halten und die Ahnung, dass es in einem sinnvollen Unternehmen nicht nur darum geht, von Jahr zu Jahr Umsatz und Gewinn zu steigern.“ Wie aus einer solchen Ahnung positive Veränderungen werden, berichtet Simon Berkler im letzten Vortrag des Zukunftslabors für 2018.

Alle Vorträge finden im Hörsaal des PZH in Garbsen statt und sind öffentlich. Externe Gäste sind herzlich willkommen.

Weitere Infos zum Zukunftslabor und zu den Terminen 2018 auf der Seite produktionundgesellschaft.

von Julia Förster

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