Einheitsfeier in Hannover: LZH, IPH und DIK mittendrin

Bürgerfest zum Tag der deutschen Einheit: 2013 wurde in Stuttgart gefeiert, 2014 in Hannover. (Foto: Stuttgart-Marketing GmbH)

LZH/IPH/DIK | Unter dem Motto „Vereint in Vielfalt – Deutschland zu Gast in Niedersachsen“ richtet das Land in diesem Jahr das Fest zum Tag der deutschen Einheit aus. Dann steht auch die Wissenschaft im Fokus: Mit dabei sind LZH, IPH und DIK.

Die drei hannoverschen Institute zeigen eine Auswahl ihrer Forschungshighlights an ihrem gemeinsamen Stand beim Bürgerfest zum Tag der deutschen Einheit. Die Feier findet am Donnerstag und Freitag, 2. und 3. Oktober, rund um den Maschsee und das Neue Rathaus in Hannover statt. Auf der Niedersachsen-Meile präsentiert sich die niedersächsische Wissenschaft neben Kunst, Kultur und Sport.

Windrad-Montage ohne Kran

Wie sich Rotorblätter von Offshore-Windanlagen in Zukunft ganz einfach anbringen lassen, zeigt das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH). Es hat eine Montagehilfe entwickelt, die das Rotorblatt festhält und damit am Mast der Windanlage nach oben fährt. Das ist deutlich sicherer als die bisher übliche Montage per Kran – denn am Kran schwingen die schweren Bauteile hin und her, und bei zu starkem Wind auf hoher See muss die Montage sogar unterbrochen werden. Das neu entwickelte Greifer-System hat das Rotorblatt dagegen fest im Griff und funktioniert bei fast jedem Wetter.

Laser und Leichtbau

Wie intelligente Implantate aus dem Nichts entstehen, erklärt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) anhand eines 3D-Druckers: Schicht für Schicht entstehen mit dem Verfahren komplexe Bauteile. Mit dem laserbasierten Verfahren lassen sich Implantate herstellen, die sich an den Körper anpassen oder von diesem abgebaut werden. Darüber hinaus zeigt das LZH die Vorteile der berührungslosen Laserbearbeitung von Carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) für Leichtbau-Autos und Flugzeuge. Schneiden, Schweißen und Abtragen werden an dem Leichtbauwerkstoff der Zukunft live demonstriert.

Experimente mit Gummi

Warum sich ein Gummiband aus Naturkautschuk beim Auseinanderziehen erwärmt und wieder abkühlt, sobald man es loslässt, erklärt das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie (DIK). Mithilfe einer Wärmebildkamera können die Besucher beobachten, wo die Hitze entsteht – und wie sie wieder verschwindet. Zudem führen die Wissenschaftler ein paradoxes Phänomen vor: Hängt man zunächst ein Gewicht an das Gummiband und erwärmt es anschließend, wird es nicht etwa länger, sondern zieht sich zusammen und hebt das Gewicht an. Warum das so ist? Auch das erklärt das DIK den Besuchern beim Bürgerfest.

www.tag-der-deutschen-einheit.de/Bürgerfest

von Susann Reichert

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Bürgerfest zum Tag der deutschen Einheit: 2013 wurde in Stuttgart gefeiert, 2014 in Hannover. (Foto: Stuttgart-Marketing GmbH)
  • Windrad-Montage ohne Kran: Das IPH führt beim Bürgerfest seine Erfindung vor, einen Rotorblatt-Greifer. (Grafik: IPH)
  • Für Leichtbau-Autos der Zukunft: Das LZH zeigt die Laserbearbeitung von Carbonfaserverstärkten Kunststoffen. (Foto: LZH)
  • Wärmeentwicklung im reißenden Gummi: Das DIK zeigt mit der Wärmebildkamera, wie ein Gummiband auf starke Belastung reagiert. (Foto: DIK)
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