Hubschrauber-Challenge? Durch Wände sehen? Zukunftstag 2016!

Zukunftstag im Laser Zentrum Hannover: Mit optischen Fasern konnten die Schülerinnen und Schüler Licht „biegen“. (Foto: LZH)

PZH/LZH | Mehr als 130 Schülerinnen und Schüler nutzten den Zukunftstag, um erste Einblicke in die Technologie von morgen zu bekommen: Die Zehn- bis 15-Jährigen forschten und experimentierten im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) und im Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).

In den Reinraum des Instituts für Mikroproduktionstechnik am PZH durften aus rechtlichen Gründen nur die ganz Großen: Staubfrei und ganz in weiß gekleidet, schmückten Neuntklässler Wafer auf mikrotechnischem Wege mit verschiedenen Motiven. Die jüngeren Schüler bildeten kleine Gruppen und besuchten sechs verschiedene Stationen in den anderen PZH-Instituten.

Bei der Hubschrauber-Challenge des Instituts für Fabrikanlagen und Logistik waren Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefragt: Welches Zweierteam schaffte es am schnellsten, einen kleinen Hubschrauber nach Bildschirmanweisungen zusammenzubauen? Das machte erkennbar Spaß – und fand in der Lernfabrik statt, in einer Umgebung, die zum Vermitteln und Erleben von Industrie-4.0- und Lean-Production-Abläufen genutzt wird.

Auch bei den 3D-Druckern des Instituts für Transport- und Automatisierungstechnik war die „Zukunft“ des Zukunftstages im doppelten Sinne spürbar: Potenzielle Fachkräfte von morgen trafen hier auf eine der faszinierendsten Zukunftstechnologien. Im Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen wurde währenddessen um die Auszeichnung gekämpft, wer einen realen Fräsprozess mit dem am besten angepassten Vorschub steuerte. An anderen Stationen pressten die Schüler eigene Einkaufswagen-Chips oder untersuchten winzige Proben mit einem Rasterelektronenmikroskop.

Am LZH drehte sich alles darum, was man mit dem Laser machen kann. Die etwa 60 Schülerinnen und Schüler konnten unter der Optischen Kohärenztomografie (OCT) ihren Finger betrachten. Anders als bei einem normalen Mikroskop kann man damit bis zu 500 µm in die Haut hineinsehen. Außerdem konnten sie mit Hilfe eines Nanotoms, eines laserbasierten Röntgengeräts, das Innere eines Ü-Eis schon vor dem Auspacken erkennen kann und erfuhren wie man mit dem Laser schneidet oder beschriftet. Selbst auszutesten gab es auch so einiges: Die Schülerinnen und Schüler konnten versuchen, einen Laserstrahl über Umlenkspiegel ins Ziel zu bringen, Musik mit Hilfe von Licht durch den Raum zu schicken und Licht mittels optischer Fasern zu „biegen“. Außerdem konnten sie das Junior-Laser-Diplom ablegen.

Wer den nächsten Zukunftstag am 27. April 2017 nicht verpassen will, kann auf der Zukunftstag-Seite der Leibniz Universität Hannover einen Weckruf nutzen: Der meldet sich per E-Mail, wenn die Anmeldefrist beginnt: www.zsb.uni-hannover.de/zukunftstag

von Julia Förster und Pamela Klages

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Zukunftstag im Laser Zentrum Hannover: Mit optischen Fasern konnten die Schülerinnen und Schüler Licht „biegen“. (Foto: LZH)
  • Die Optische Kohärenztomographie macht Dinge sichtbar, die unter einem normalen Mikroskop nicht zu sehen sind. (Foto: LZH)
  • Im Produktionstechnischen Zentrum bauten die Schüler kleine Hubschrauber nach Bildschirmanweisungen zusammen. (Foto: PZH)
  • Hubschrauber- Challenge geschafft: Der Rotor läuft! Bei dem Wettbewerb waren Schnelligkeit und Geschick gefragt. (Foto: PZH)
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