Kostenloser Praxis-Check: Ist mein 3D-Druck-Projekt machbar?

Acht Bauteile werden eins – ein 3D-gedrucktes Planetengetriebe (Foto: LZH)

LZH/IPH | Niedersächsische Unternehmen darin zu unterstützen den 3D-Druck einzuführen, umzusetzen und weiterzuentwickeln: Das ist das Ziel von Niedersachsen ADDITIV. Ab sofort bieten die Experten einen kostenlosen Praxis-Check 3D-Druck für niedersächsische Unternehmen an.

Niedersachsen ADDITIV ist der Ansprechpartner zum Thema 3D-Druck für Unternehmen und Betriebe in Niedersachsen. "Wir bieten grundlegende und aktuelle Informationen zum 3D-Druck sowie Unterstützung bei konkreten Fragen", sagt Projektleiter Dr.-Ing. Jörg Hermsdorf vom Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH), welches das Projekt gemeinsam mit dem Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH) durchführt.

Praxis-Check: Jetzt bewerben

"Besonders spannend in der zweiten Phase ist der Praxis-Check 3D-Druck", sagt Hermsdorf. "Damit begleiten und unterstützen wir niedersächsische Unternehmen bei der Einführung, Integration und Weiterentwicklung des 3D-Drucks – kostenlos und herstellerneutral."

Unterstützt wird Niedersachsen ADDITIV vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium seit 2017, nun ermöglicht das Land die zweite Projektphase bis 2023. Ab Januar 2021 sind außerdem Informationsveranstaltungen in ganz Niedersachsen geplant – die aus aktuellem Anlass auch digital stattfinden können. Kostenlose Schulungsangebote und digitale Weiterbildungen werden im Laufe des nächsten Jahres zur Verfügung stehen.

Ausgewählte Firmen erhalten im Rahmen des Angebots eine Analyse und Empfehlung, ob und wie das Unternehmen sein 3D-Druck-Vorhaben in die eigenen Produktionsabläufe integrieren kann. Firmen mit Sitz in Niedersachsen können sich ab sofort auf der Webseite www.niedersachsen-additiv.de mit einer konkreten Projektidee bewerben. Die ersten Vorhaben werden im Januar 2021 zur Umsetzung ausgewählt.

Für geeignete Projekte klären die Experten von Niedersachsen ADDITIV im Praxis-Check gemeinsam mit Fachleuten des Unternehmens – vor Ort oder digital – die Voraussetzungen und geeignete Verfahren, Materialien und Anlagen. So kann es im Check beispielweise darum gehen, welches 3D-Druck-Verfahren sich für die Herstellung von Bauteilen am besten eignet oder wie eine Bauteilgruppe von beispielsweise acht einzelnen Teilen durch 3D-Druck zu einem einzigen Bauteil zusammengefasst werden kann.

Auf den Anlagen der Technischen Demonstrationsfläche des LZH ist je nach Vorhaben schließlich eine Machbarkeitsanalyse möglich – inklusive erster Testbauteile. Ebenso können Produktionsabläufe von den 3D-Druck-Experten geprüft werden. Zum Abschluss des Praxis-Checks 3D-Druck erhalten die Unternehmen eine Empfehlung zu den einzusetzenden Verfahren, zur Anschaffung eigener Anlagen oder zur möglichen Zusammenarbeit mit einem Dienstleister.

Netzwerk Niedersachsen ADDITIV

Unternehmen, die regelmäßig über neue Entwicklungen, Veranstaltungs- und Schulungsangebote informiert werden möchten, können Mitglied im kostenfreien Netzwerk Niedersachsen ADDITIV (NNA) werden. Mitglieder erhalten vorab Einladungen und Informationen von Niedersachsen ADDITIV und finden Gesprächspartner mit ähnlichen Herausforderungen und Fragestellungen. Die Anmeldung ist ebenfalls auf der Webseite www.niedersachsen-additiv.de möglich.

Die Internetseite bietet außerdem kostenlose und herstellerneutrale Informationen für Einsteiger und aktuelle Entwicklungen zum 3D-Druck sowie Veranstaltungshinweise. Neu ist dabei das Angebot speziell für die Branchen Mobilität, Medizintechnik, Agrar 4.0, Maschinen- und Anlagenbau.

von Lena Bennefeld

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Acht Bauteile werden eins – ein 3D-gedrucktes Planetengetriebe (Foto: LZH)
  • Niedersachsen ADDITIV ist unabhängiger Ansprechpartner für alle Fragen zum 3D-Druck. (Grafik: LZH)
  • Neues Angebot für niedersächsische Unternehmen: Der Praxis-Check 3D-Druck. (Grafik: LZH)
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