Metall unter dem Mikroskop: IW zeigt preisgekrönte Bilder

Schillerndes Metall unter dem Lichtmikroskop: Für diese Aufnahme wurden Stahlspäne mit Salpetersäure geätzt. (Foto: Mareike Reiter)

IW | "Metall mal anders sehen": So lautet der Titel der Fotoausstellung, die derzeit in Ostfriesland zu sehen ist. Organisiert wurde die Ausstellung vom Institut für Werkstoffkunde (IW) der Leibniz Universität Hannover. Die Bilder stammen von fünf Mitarbeiterinnen der Metallographie des Produktionstechnischen Zentrums Hannover (PZH).

Wie einzigartig Metall unter einem Lichtmikroskop aussehen kann, wissen die Wenigsten. Darum hat das IW eine Fotoausstellung organisiert, die einen mikroskopischen Einblick in die Struktur von Metallen gewährt. Dabei kann man manchmal Erstaunliches entdecken: Mal schimmert es in bunten Farben, mal erscheinen Bilder von Tieren oder Figuren. Jeder kann der Phantasie freien Lauf lassen und in den Kunstwerken eigene Formen entdecken.

Ausgezeichnete Aufnahmen

Um die Strukturen sichtbar zu machen, werden sogenannte Schliffe oder Probenausschnitte erstellt. Diese werden je nach Werkstoff und Untersuchungszweck geschliffen, poliert und manchmal mit verschiedenen Ätzmitteln behandelt, das heißt kontrastiert. Die Schliffbilder geben Materialwissenschaftlern wichtige Einblicke, denn anhand der mikroskopischen Bilder können sie Zusammenhänge und Prozesse im Material erkennbar machen, die etwa durch Temperatureinflüsse oder Verformungen entstehen. 

Die Bilder der IW-Metallographinnen wurden bereits mit diversen Preisen ausgezeichnet, nun sind sie auch im Café Timberlae zu sehen. Die Idee für die Fotoausstellung stammt von Mareike Reiter, die bereits seit zehn Jahren am IW arbeitet und mit der Betreiberin des Cafés befreundet ist. Als sie ihr Aufnahmen der Metalle zeigte, waren sich beide schnell einig: Diese Bilder müssen an die Öffentlichkeit.  

Ostfriesischer Geheimtipp

Die Ausstellung findet seit dem 10. April für drei Monate im Café Timberlae statt (Leerer Landstraße 12 in Großefehn/Timmel). Das Café hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem echten Geheimtipp in Ostfriesland entwickelt. Das Besondere laut Mareike Reiter: "Die Atmosphäre ist nicht nur sehr gemütlich und familiär, die Betreiberin backt auch alle Kuchen und Torten selbst."

von Judith Kebbe

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Schillerndes Metall unter dem Lichtmikroskop: Für diese Aufnahme wurden Stahlspäne mit Salpetersäure geätzt. (Foto: Mareike Reiter)
  • Diese lichtmikroskopische Aufnahme zeigt einen Aluminiumguss, der zuvor mit einer Farbätzung nach Weck behandelt wurde. (Foto: Ute Teuber)
  • So vielseitig kann ungeätztes Marmorgestein unter einem Lichtmikroskop aussehen. (Foto: Mareike Reiter)
  • Der ostfriesische Geheimtipp: Café Timberlae in Großefehn/Timmel. (Foto: Ines Knälmann)
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