Mit dem Baby ins Büro: Institute unterstützen junge Eltern

Bild 1: IW-Mitarbeiterin Elvira Karsten verschönert die Wände im neuen Eltern-Kind-Büro. (Foto: IW)

IW | Wissenschaftliche Arbeit und Kinderbetreuung lassen sich verbinden: Am IW stehen künftig zwei Eltern-Kind-Büros zur Verfügung, die sowohl mit einem Computerarbeitsplatz als auch mit kindgerechten Möbeln ausgestattet sind. Das IPH und das IMPT unterstützen junge Eltern ebenfalls.

Kinder und Karriere: Ob sich beides vereinbaren lässt, hängt vor allem von der Kinderbetreuung während der Arbeitszeit ab. Laut Gesetz haben Eltern zwar Anspruch auf einen Betreuungsplatz und können dadurch schnell wieder in den Beruf einsteigen. Doch wenn die Erzieher streiken oder die Tagesmutter krank wird, bleibt den Eltern oftmals nur eine Möglichkeit: Urlaub zu nehmen.

Betreuung am Arbeitsplatz

Das Institut für Werkstoffkunde (IW) will junge Eltern unterstützen und hat zwei Räume so hergerichtet, dass wissenschaftliche Arbeit und Kindebetreuung parallel möglich sind. In beiden Gebäudekomplexen, in denen das IW am Standort in Garbsen beheimatet ist – im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) und im Unterwassertechnikum Hannover (UWTH) – wurden Büroräume zu Eltern-Kind-Zimmern umgestaltet. Finanziert wurde das Projekt aus Fördergeldern der Forschergruppe 1766 „Hochtemperatur-Formgedächtnislegierungen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Computer und Kuscheltier

Für die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Räume mit einem Rechnerarbeitsplatz ausgestattet, der auf das Institutsnetzwerk zugreifen kann – so können sie in den Eltern-Kind-Büros  wie in jedem anderen Büro auch wissenschaftlich arbeiten. Der größte Teil der Räume ist allerdings für die Betreuung der Kinder reserviert: Dort finden sich neben Wickeltisch, Bettchen und Laufstall auch ein großer Spieleteppich mit viel Spielzeug und Kuscheltieren.

Eltern packen mit an

Welche Möbel angeschafft werden sollten, hat eine Elterngruppe aus dem Mitarbeiterkreis gemeinschaftlich beschlossen. Gemeinsam haben die Mütter und Väter die Möbel aufgebaut, die frisch gestrichenen weißen Wände mit bunten Bildern verschönert sowie Steckdosen und Heizungsabdeckungen kindersicher gemacht. Künftig kann jeweils ein Mitarbeiter die Eltern-Kind-Büros nutzen, wenn keine andere Betreuung gewährleistet ist. Dazu melden sich die Mütter und Väter rechtzeitig an und buchen den Raum – je nach Bedarf für einen ganzen Tag oder nur für ein paar Stunden.

Familie und Karriere

Unterstützung erhalten junge Eltern auch am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und am Institut für Mikroproduktionstechnik (IMPT). Mit Wickeltisch, Hochstuhl und Spielzeug ist am IMPT die wichtigste Ausstattung vorhanden, um Kinder im Notfall direkt am Arbeitsplatz zu betreuen. Am IPH wurde ein festes Eltern-Kind-Büro eingerichtet, als das Institutsgebäude im vergangenen Herbst renoviert wurde. Die Institute gehen damit einen ersten wichtigen Schritt, um Familie und wissenschaftliche Karriere besser zu vereinen.

von Christoph Hübsch

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Bild 1: IW-Mitarbeiterin Elvira Karsten verschönert die Wände im neuen Eltern-Kind-Büro. (Foto: IW)
  • Bild 2: Sina Williams und Gian Luigi Angrisani vom IW bauen kindgerechte Möbel auf. (Foto: IW)
  • Bild 3: Das Eltern-Kind-Büro im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH). (Foto: IW)
  • Bild 4: Auch im IPH können Eltern ihre Kinder direkt am Arbeitsplatz betreuen. (Foto: IPH)
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