Nachhaltigkeit im Fokus: LZH und IPH auf der Hannover Messe

Laser-Additive Fertigung auf der Hannover Messe: SLµM-gefertigtes Cochlea-Implantat. (Foto: LZH)

LZH/IPH | Ressourcenschonende Produktkreisläufe und erneuerbare Energie: Bei der Hannover Messe 2014 steht Nachhaltigkeit im Fokus – zumindest für das LZH und das IPH, die beide vom 7. bis 11. April auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand ausstellen.

Wie eine Montagehilfe den Bau von Offshore-Windanlagen erleichtert, zeigt das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) auf der Hannover Messe - und das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) präsentiert, wie sich mit Hilfe von Lasertechnik Energie und Material sparen lassen. Die Forschungsinstitute, die beide im Wissenschafts- und Technologiepark Marienwerder im Nordosten von Hannover ansässig sind, eröffnen damit Zukunftsperspektiven für eine nachhaltige Produktion.

Ressourcen schonen mit Lasertechnik

Auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand präsentiert das LZH mit den drei Themen Herstellen - Bearbeiten - Reparieren & Recyceln, wie mit dem Laser ressourcenschonende Produktionskreisläufe verwirklicht werden können. Mit Hilfe des Werkzeugs Laser können an vielen Stellen Energie und Material eingespart werden - von der Laser Additiven Fertigung (Herstellen) über das Hybridschweißen und das Zuschneiden von Faserverbundwerkstoffen (Bearbeiten) bis hin zur Reparatur von Schäden an Windkraftanlagen und Flugzeugflügeln und dem Recyceln von Verbundwerkstoffen. Leichtbaumaterialien werden für die Großserienproduktion von Automobilen und Flugzeugen zugänglich gemacht und die Lebenszeit von Bauteilen von Windkraftanlagen und Flugzeugflügeln wird erhöht.

Montagehilfe erleichtert Bau von Windanlagen

Mit Windkraftanlagen beschäftigt sich auch das IPH: Die Ingenieure haben eine Montagehilfe entwickelt, mit der sich Rotorblätter von Offshore-Windenergieanlagen deutlich einfacher anbringen lassen als bisher. Die herkömmliche Montage per Kran ist stark vom Wetter abhängig: Das Seil des Krans schwingt im Wind und erschwert die exakte Positionierung des Rotorblatts. Der Greifer dagegen hat das Rotorblatt fest im Griff und befördert es am Mast der Windkraftanlage nach oben - mit Hilfe einer Art Aufzug, den ein Kooperationspartner des IPH entwickelt hat. Der Greifer lässt sich per Fernbedienung steuern und ankippen, um das Rotorblatt exakt in der Nabe zu positionieren. Auf der Hannover Messe wird ein voll funktionsfähiges Modell im Maßstab 1:5 ausgestellt.

Das IPH und das LZH sind Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen in Halle 2, Stand A08.

von Patricia Fischer und Susann Reichert

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Laser-Additive Fertigung auf der Hannover Messe: SLµM-gefertigtes Cochlea-Implantat. (Foto: LZH)
  • Reparieren & Recyceln: Reparaturvorbereitung von CFK-Bauteilen. (Foto: LZH)
  • Bei der Hannover Messe im Maßstab 1:5 zu sehen: Der Rotorblatt-Greifer des IPH. (Grafik: IPH)
  • Das Rotorblatt lässt sich ferngesteuert ankippen und exakt positionieren. (Grafik: IPH)

Video zu diesem Artikel

  • Das Video zeigt, wie mit der Montagehilfe des IPH ein Rotorblatt am Maschinenhaus einer Windenergieanlage befestigt werden kann.
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