Christian Lamping gewinnt den IPH-Zukunftspreis 2019

Christian Lamping (links) mit Professor Ludger Overmeyer bei der Verleihung des IPH-Zukunftspreises 2019. (Foto: IPH)

IPH | Wie können Drohnen autonom durch Produktionshallen fliegen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Christian Lamping in seiner Masterarbeit. Für sein vielversprechendes und innovatives Konzept hat er den IPH-Zukunftspreis 2019 erhalten.

Kameradrohnen unterstützen in Zukunft bei der Fabrikplanung, indem sie durch Produktionshallen fliegen und Tausende Fotos aufnehmen. Die Bilder werden anschließend zu einem dreidimensionalen Fabriklayout zusammengesetzt. Dass diese Methode funktioniert und wesentlich schneller geht als die manuelle Fabrikanalyse, haben Wissenschaftler des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH im Forschungsprojekt "Instant Factory Maps" gezeigt.

Derzeit wird die Drohne noch manuell gesteuert, der Pilot muss also dauerhaft anwesend sein. Viel effizienter wäre es, sie vollautomatisch fliegen zu lassen – auch durch unbekannte Fabrikhallen. Das würde nicht nur Personal sparen, sondern auch die Ergebnisse verbessern, weil jede Produktionsumgebung im exakt gleichen Muster abgeflogen werden könnte.

Ausgezeichnete Masterarbeit zum autonomen Drohnen-Flug

Christian Lamping beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit genau diesem Thema, nämlich der "Entwicklung und Umsetzung eines Multicopterkonzepts für einen autonomen Flug innerhalb eines Produktionsumfelds". Sein Ziel war es, das bestehende System aus dem Projekt "Instant Factory Maps" so zu erweitern, dass ein autonomer Flug in unbekannter Umgebung möglich wird. Eine Herausforderung war der Drohnen-Einsatz innerhalb von Gebäuden, der eine Navigation per GPS unmöglich machte. Zudem musste die Drohne Hindernisse im Raum erkennen und Kollisionen während des Flugs vermeiden.

In seiner Masterarbeit hat Christian Lamping Detailarbeit geleistet und viele verschiedenartige Systeme über unterschiedlichste Schnittstellen zusammengebracht – darunter Laserscanner, Beschleunigungssensoren, Gyroskop, Drohnensteuerung und vieles mehr. Für sein innovatives Konzept hat der 24-jährige Wirtschaftsingenieur jetzt den IPH-Zukunftspreis 2019 gewonnen: Professor Ludger Overmeyer hat ihm die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 500 Euro überreicht.

IPH kürt jährlich die beste Abschlussarbeit

Seit 2016 prämiert das IPH jedes Jahr die beste studentische Abschlussarbeit. Teilnehmen können alle Studierenden, die ihre Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit am IPH schreiben und spätestens am 30. September bei der Fakultät einreichen.

von Susann Reichert

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Christian Lamping (links) mit Professor Ludger Overmeyer bei der Verleihung des IPH-Zukunftspreises 2019. (Foto: IPH)
  • Die Kameradrohne nimmt im Flug Tausende Bilder auf, die zu einem 3D-Fabriklayout zusammengesetzt werden. (Foto: IPH)
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