Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr am LZH immer beliebter

Die neuen FWJler am LZH – darunter sind vielleicht Laserforscherinnen und Laserforscher von morgen. (Foto: LZH)

LZH | Immer mehr Abiturientinnen und Abiturienten bewerben sich für ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) am LZH. Neun erfolgreiche Bewerber arbeiten bis Ende August 2019 aktiv an Projekten im LZH mit – zum Beispiel an optischen Systemen für den Weltraum.

Fertig mit dem Abi? Naturwissenschaftlich interessiert? Junge Menschen in Niedersachsen und anderen Bundesländern, die beide Fragen mit „ja“ beantworten, können sich in jedem Jahr bis zum 31. März um einen FWJ-Platz bewerben. „Alleine in unserer Abteilung gingen in diesem Jahr 16 Bewerbungen ein“, berichtet Jan Steinbeck aus der Abteilung Laserkomponenten am LZH, der das Programm gemeinsam mit Dr. Marco Jupé, Thimotheus Alig und Florian Carstens betreut.

Vier Abiturientinnen und fünf Abiturienten stiegen zum 1. September 2018 in die Laserforschung ein. Bevor die neun FWJler im LZH aber an optischen Systemen für den Weltraum und anderen Laseranwendungen mitarbeiten, erlernen sie in drei Praktika das erforderliche „Handwerkszeug“.

Keine Forschung ohne „Handwerkszeug“

Im Elektronikpraktikum lernen die FWJler, wie sie eine elektronische Schaltung auf dem Steckbrett planen. An die praktische Umsetzung geht es anschließend im Lötpraktikum. „Ganz so einfach ist das nicht. Es braucht ein paar Tage Übung, um Lötpunkte richtig zu setzen“, sagt Jan Steinbeck. „Aber dann bauen die Teilnehmer die zuvor geplante Schaltung selbst auf einer Platine auf.“ In Woche drei steht LabVIEW auf dem Programm: eine Entwicklungssoftware, mit der sich Steuerungsanwendungen auch visuell darstellen lassen. Danach können die Nachwuchskräfte kleine Anwendungen für das Labor programmieren – und haben die Kenntnisse und Fertigkeiten erworben, um ein Projekt begleiten zu können. 

FWJ lockt Talente nach Niedersachsen

Nach fünf Teilnehmern in 2017 verzeichnet das LZH in diesem Jahr mit neun erfolgreichen FWJlern fast eine Verdopplung. Jan Steinbeck führt dies hauptsächlich auf Mundpropaganda zurück – und die funktioniert sogar über Niedersachsen hinaus: Erstmals schnuppern nun zwei FWJler aus anderen Bundesländern am LZH in die Laserforschung hinein. 

Von den fünf Teilnehmern aus 2017 haben drei im Anschluss ein MINT-Studium begonnen. „Nicht zuletzt mit Blick auf die kürzlich bewilligten ExzellenzCluster PhoenixD und QuantumFrontiers freut uns dies außerordentlich“, sagt LZH-Geschäftsführer Dr. Dietmar Kracht. „Für die Optik und Photonik in Niedersachsen brauchen wir junge Talente. Deshalb ist das FWJ fester Bestandteil unserer Nachwuchsförderung.“

Über das FWJ

Das FWJ richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten, die sich für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich der Naturwissenschaften interessieren. Alle Informationen dazu hat der Initiator des Programms, die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), auf ihrer Homepage zusammengestellt.

von Silke Kramprich und Jan Steinbeck

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Die neuen FWJler am LZH – darunter sind vielleicht Laserforscherinnen und Laserforscher von morgen. (Foto: LZH)
  • LZH-Wissenschaftler erklären den FWJlern, worauf es bei optischen Systemen für den Weltraum ankommt. (Foto: LZH)
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