Kai Möhwald zum außerplanmäßigen Professor ernannt

Kai Möhwald: Werkstoff-Wissenschaftler, Führungskraft und jetzt auch außerplanmäßiger Professor. (Foto: IW)

IW | Er forscht in Witten und lehrt in Hannover: Kai Möhwald leitet seit 14 Jahren das IW-FORTIS, eine Außenstelle des Instituts für Werkstoffkunde (IW). Jetzt hat die Leibniz Universität Hannover den ambitionierten Wissenschaftler zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Möhwalds wissenschaftliche Wurzeln liegen an der Technischen Universität Dortmund: Hier studierte er Maschinenbau mit Vertiefung Fertigungstechnologie, und hier schrieb er in den 90er Jahren seine Promotionsarbeit zum Thema Metall-Keramiklöten. Gleichzeitig leitete Kai Möhwald, geboren 1961, die Abteilung "Löttechnik und PVD" am Lehrstuhl für Werkstofftechnologie (LWT) der TU Dortmund.

Eigener Standort für Füge- und Oberflächentechnik

2001 wechselte er an die Leibniz Universität Hannover und übernahm die Leitung des neuen Geschäftsbereichs "Füge- und Oberflächentechnik" (IW-FORTIS). Dieser Bereich gehört zwar zum hannoverschen Institut für Werkstoffkunde (IW), hat aber einen eigenen Standort im westfälischen Witten. Gegründet wurde dieser Standort ursprünglich von Professor Friedrich-Wilhelm Bach in seiner Zeit als LWT-Lehrstuhlinhaber. Im Jahr 2001 wechselte der Professor von der TU Dortmund nach Hannover – und integrierte das FORTIS in sein neues Institut, das IW.

Von den aktuell rund 100 IW-Mitarbeitern forschen gegenwärtig 13 in der Wittener Außenstelle unter  Möhwalds Leitung. Die Wissenschaftler entwickeln unter anderem neue Beschichtungs- und Lotwerkstoffe, etwa für die Fertigung und Reparatur von Flugzeugturbinen oder für die Herstellung sogenannter Bipolarplatten für Brennstoffzellen. Auch mit dem Thermischen Spritzen beschäftigen sich die Wissenschaftler: Damit lassen sich metallbasierte Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten sowie keramische Schichten auf Bauteiloberflächen herstellen.

Professor bleibt dem FORTIS treu

Möhwald leitet nicht nur erfolgreich die Forschergruppe am IW-FORTIS, sondern hält auch Vorlesungen an der Leibniz Universität Hannover. 2009 habilitierte er sich zum Thema „Thermische Beschichtungs- und Fügeverfahren für den Verschleißschutz von tribologisch hoch beanspruchten Oberflächen“ und erlangte die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Werkstofftechnik. Seither pendelt er regelmäßig zwischen Witten, Hannover und seiner Heimat im münsterländischen Olfen.

Im März 2015 hat die Leibniz Universität Hannover Kai Möhwald zum außerplanmäßigen Professor (apl. Prof.) ernannt. Damit würdigt die Universität nicht nur seine persönlichen wissenschaftlichen Erfolge, sondern setzt auch ein starkes Signal für das Fortbestehen des IW-Forschungsstandortes in Witten – denn dem FORTIS wird Prof. Dr. Möhwald auch weiterhin treu bleiben.

von Ulrich Holländer

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Kai Möhwald: Werkstoff-Wissenschaftler, Führungskraft und jetzt auch außerplanmäßiger Professor. (Foto: IW)
  • Außenstelle für 13 Mitarbeiter des Instituts für Werkstoffkunde: Das IW-FORTIS in Witten. (Foto: Martin Erne, IW)
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