Nach dem Abi in die Forschung: Das FWJ an LZH und PZH

Nushin Pashaei Fathri und Antje Burckhardt haben sich noch nicht für einen Studiengang entschieden. (Foto: Schaarschmidt)

LZH/PZH | Wie läuft die Arbeit im Labor ab? Wie sieht der Alltag von Physikern und Ingenieuren aus? Antworten darauf finden Abiturientinnen und Abiturienten während des Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahres (FWJ) in hannoverschen Wissenschafts-Zentren.

Eine Entscheidungsgrundlage für die Studienfachwahl zu schaffen oder schon bei Studienbeginn auf praktische Erfahrungen zurückgreifen zu können – das sind nur zwei Gründe, sich für ein FWJ zu bewerben. Auch in diesem Jahr haben sich fünf Jungen und zwei Mädchen dafür entschieden, das mit einem Schnupperstudium kombinierte Orientierungsjahr am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zu absolvieren. Am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) sind aktuell vier junge Leute als FWJler beschäftigt. Das Erfolgsrezept geht in beiden Einrichtungen bereits in die sechste Runde.

Freiwilliges Jahr hilft bei der Wahl des Studienfachs

Zu den Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen gehört auch Nushin Pashaei Fathri. In ihrer Familie haben sich viele für ein Studium im MINT-Bereich entschieden. Die Wege führten in die Pharmazie und die Mathematik, in die Physik oder die Ingenieurwissenschaften. Wohin es für sie selbst gehen wird, weiß Fathri noch nicht so genau. Die Zeit am LZH soll ihr Klarheit bringen.

Ganz anders bei Antje Burckhardt: Sie erwägt, später für „Ingenieure ohne Grenzen“ zu arbeiten, für ein konkretes Studienfach möchte aber auch sie sich erst während des FWJ entscheiden. Bei ihr gaben der Physiklehrer und „Jugend forscht“ den Ausschlag für ihr Interesse an den MINT-Fächern.

Gemeinsame Einstiegsphase und eigene Forschungsprojekte

Bevor sich die Absolventinnen und Absolventen den Forschungsprojekten widmen, an denen sie in den nächsten Monaten mitarbeiten werden, durchlaufen sie gemeinsam eine Einstiegsphase. Im Mittelpunkt des Begleitseminars an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stehen dabei die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens. Das Seminar soll den Freiwilligen aber auch die Möglichkeit bieten, sich miteinander auszutauschen.

Im LZH liegt der Schwerpunkt der Einstiegsphase im praktischen Arbeiten. Neben einer Einführung in die Lasersicherheit geht es um Handwerkliches wie die Grundlagen des Lötens. Aber auch den Umgang mit LabVIEW sollen die Freiwilligen lernen.

FWJ ist oft entscheidend für die künftige Laufbahn

„Die jungen Leute sind unglaublich gut und hochmotiviert. Am Ende wissen sie genau, welche Fähigkeiten für eine wissenschaftliche Laufbahn entscheidend sind, wie sich die Praxis im Labor, in der Forschung und Entwicklung anfühlt und ob sie diesen Weg gehen wollen“, berichtet Dr. Marco Jupé. Der Physiker ist Hauptansprechpartner für die FWJlerinnen und FWJler im LZH.

In den vergangenen fünf Jahren haben 30 Absolventinnen und Absolventen ihr Freiwilligenjahr am LZH absolviert. Viele von ihnen studieren mittlerweile Physik oder Ingenieurwissenschaften. Die ersten nähern sich bereits dem Abschluss. Aber ob sie sich das Institut danach als Arbeitgeber wünschen oder in eine andere Richtung gehen – Marco Jupé ist überzeugt, dass sich das Engagement für die Jungforscher lohnt: „Wir haben schon einige unserer FWJler im Anschluss als studentische Hilfskräfte eingestellt.“

Mehr Infos zum FWJ unter: www.mh-hannover.de/FWJ.html

von Pamela Klages

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Nushin Pashaei Fathri und Antje Burckhardt haben sich noch nicht für einen Studiengang entschieden. (Foto: Schaarschmidt)
  • Sieben Abiturientinnen und Abiturienten absolvieren in diesem Jahr ihr FWJ am LZH. (Foto: Schaarschmidt)
  • Dr. Marco Jupé (Mitte) ist der Hauptansprechpartner für die Jungforscher im LZH. (Foto: Schaarschmidt)
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