Sonderpreis für Gravitationswellen-Nachweis

Der LZH-Laser im Reinraum des Gravitationswellen-Observatoriums LIGO. (Foto: LZH)

LZH | Drei Millionen Dollar für einen aufsehenerregenden wissenschaftlichen Durchbruch: Für die erste Messung einer Gravitationswelle erhält das Wissenschaftlerteam einen eigens ausgelobten Sonderpreis – den Special Breakthrough Prize in Fundamental Physics.

Die Jury vergibt den Preis an die Professoren Ronald W. P. Drever, Kip S. Thorne und Rainer Weiss, die Gründer der LIGO Scientific Collaboration (LSC), und weitere 1012 Mitwirkende der Entdeckung. Auch mehrere Wissenschaftler des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) finden sich unter den Preisträgern.

Im September vergangenen Jahres war es dem Forscherteam erstmals gelungen, das Verschmelzen zweier schwarzer Löcher aufzuzeichnen. Damit konnten sie nach 100 Jahren eine der wichtigsten Vorhersagen von Albert Einsteins Theorie der Allgemeinen Relativität nachweisen, die sogenannten Gravitationswellen. Im Februar 2016 präsentierten die Wissenschaftler ihre Entdeckung der Weltöffentlichkeit.

Die Lasersysteme stammen aus dem LZH

Zu dem internationalen Zusammenschluss aus Forscherinnen und Forschern der LSC gehört neben vielen weiteren Institutionen auch das Albert-Einstein-Institut (AEI) Hannover. Mehr als zehn Jahre lang hatten das AEI und das LZH an den Lasersystemen für die Gravitationswellendetektoren LIGO (Laser Interferometer Gravitational Wave Observatory) geforscht und entwickelt. Die Laser der LIGO-Detektoren wurden gemeinsam von LZH, AEI und der neoLASE GmbH, einer Ausgründung des LZH, gebaut und als fertige Systeme in den Observatorien in den USA installiert.

Preisverleihung im Herbst

Die offizielle Preisverleihung erfolgt während der 2017 Breakthrough Prize Zeremonie im Herbst dieses Jahres, wo auch die jährlichen Gewinner der Einzelkategorien des Breakthrough Prize in Fundamental Physics bekannt gegeben werden.

von Pamela Klages

Bildergalerie zu diesem Artikel

  • Der LZH-Laser im Reinraum des Gravitationswellen-Observatoriums LIGO. (Foto: LZH)
  • Installation des LZH-Lasers im LIGO-Reinraum in Livingston, USA. (Foto: LZH)
Diese Webseite nutzt Cookies, um Ihnen die bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, indem Sie unsere Webseite ohne Änderung der Einstellungen nutzen. (Datenschutzerklärung)