Triple-E-Award 2014 geht an Wissenschaftler aus dem IFW

Ausgezeichnet mit dem Triple-E-Award, von links nach rechts: Lars Hülsemeyer, Dominik Dahlmann, Professor Hans Jürgen Maier (IW) vom PZH. (Foto: enercity)

IFW | Für ihren Prototyp einer Werkzeugmaschine, die gut ein Drittel weniger Energie verbraucht, sind Lars Hülsemeyer und Dominik Dahlmann mit dem Energieeffizienzpreis Triple-E von enercity ausgezeichnet worden.

Der Präsident der IHK Hannover, Dr. Hannes Rehm, überreichte am 7. April vor rund 200 Gästen die Preise im Rahmen der Veranstaltung "enercity dialog" im Schloss Herrenhausen. Mit dem Energie-Effizienz-Preis, der mit je 10.000 Euro dotiert ist, würdigt enercity den verantwortungsbewussten Umgang mit Energie. Neben dem Projekt NCplus des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) wurde die solare Backmanufaktur der Peter Backwaren OHG aus Essen ausgezeichnet.

Mehr als ein Drittel Energieersparnis durch bedarfsgerechte Nutzung

Im Forschungsprojekt NCplus (www.ncplus.de) haben die Wissenschaftler des IFW die Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen untersucht und einen Prototyp entwickelt, der den Energiebedarf um 36 Prozent senkt. Möglich wurde das durch einen Paradigmenwechsel im Maschinenbetrieb, weg von einer statischen hin zur dynamischen und prozessbezogenen Betriebsweise der einzelnen Maschinenkomponenten und Teilsysteme, insbesondere der Thermik-/Fluidsysteme (Vorsteuerung von Maschinen- und Schaltschrank­kühlung, Hydraulik, Kühlschmierstoff), der Arbeitsspindel und der Vorschubachsen. 

Die Jury lobte insbesondere die vorbildliche Verknüpfung von Forschung und Praxis: Die Kooperation mit acht Partnern aus der Industrie stelle sicher, dass die Ergebnisse ihre praktische Umsetzung erfahren. Prof. Dr. Friedbert Pflüger, Direktor des European Centre for Energy and Resource Security (EUCERS) am King's College London und Vorsitzender der Jury, betonte, Maschinenbau sei eine der absoluten Kernkompetenzen in Deutschland. Ein Beitrag zur Senkung des Energieverbrauches wie vom IFW könne Einfluss auf die weltweite Produktion nehmen.

Stolz auf die Preisträger "seiner" Landeshauptstadt: Ministerpräsident Weil

Den Preis nahmen die IFW-Ingenieurwissenschaftler und Projektbearbeiter Lars Hülsemeyer und Dominik Dahlmann entgegen sowie Professor Hans Jürgen Maier vom Institut für Werkstoffkunde, der seinen PZH-Kollegen und IFW-Leiter Professor Berend Denkena vertrat. Im Anschluss an die Preisverleihung fand der 14. "enercity dialog" zum Thema "Energiewende in Deutschland - wie geht es weiter" statt. Die Keynote hielt der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, der offenkundig besonders stolz auf die Preisträger aus "seiner" Landeshauptstadt war. 

Die NCplus-Wissenschaftler forschen mittlerweile in Folgeprojekten. Das Ziel heißt auch dort wieder: die energieeffiziente Werkzeugmaschine. 

Mehr Infos aus dem Projekt NCplus gibt es im Magazin pzh2013 im Artikel "Das Thema ist heiß".

von Julia Förster

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