Zum 80. Geburtstag geehrt: Professor Hans Kurt Tönshoff

Zum 80. Geburtstag geehrt: Professor Hans Kurt Tönshoff. Mehr als 300 Gäste kamen, um zu gratulieren. (Foto: IFW)

IFW | Mehr als 300 Gäste aus der ganzen Welt waren am 24. Mai in das Schloss Herrenhausen nach Hannover gekommen. Im Rahmen des Internationalen Kolloquiums der Fertigungstechnik ehrten sie Professor Hans Kurt Tönshoff anlässlich seines 80. Geburtstages für sein Lebenswerk.

"Einen wirklich großen Mann erkennt man an drei Dingen: Großzügigkeit im Entwurf, Menschlichkeit in der Ausführung und Mäßigkeit im Erfolg." Mit den Worten von Otto von Bismarck charakterisierte der Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW), Professor Berend Denkena, seinen Vorgänger und Ehrengast Professor Tönshoff. Von 1970 bis 2002 leitete Tönshoff das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover. Er hat in dieser Zeit 257 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Doktor geführt. 40 seiner Doktoranden forschen und lehren inzwischen selbst als Professor.

Prägende Persönlichkeit der Produktionstechnik

Professor Tönshoff hat in seiner wissenschaftlichen Karriere die heutige Fertigungstechnik maßgeblich geprägt. Seine zahlreichen Ehrungen und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Gesellschaften belegen dies eindrucksvoll. Hier nur eine kleine Auswahl: Tönshoff war Mitglied des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland, Kurator der Volkswagen-Stiftung, Beauftragter für Forschung und Technologie des Landes Niedersachsen, Vorstandmitglied des Wissenschaftlichen Rates der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungseinrichtungen, Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Präsident der Internationalen Akademie für Produktionstechnik (CIRP). Neben zahlreichen Ehrendoktortiteln erhielt Tönshoff 1988 das Bundesverdienstkreuz.

Experten diskutieren Entwicklungen

Für Veranstalter Denkena war es nicht schwer, international anerkannte Experten aus der Wissenschaft als Vortragende für das Kolloquium zu Ehren Tönshoffs zu gewinnen. Professor Manfred Weck und Professor Fritz Klocke von der RWTH Aachen, Professor Ekkard Brinksmeier von der Universität Bremen und Professor Hans-Peter Wiendahl von der Leibniz Universität Hannover zeigten anlässlich des Kolloquiums die Entwicklungen aus den vergangenen Jahrzehnten in den Bereichen Fertigungstechnologie, Werkzeugmaschinen und Fertigungsplanung auf und blickten dabei auch in die Zukunft, auf die Produktion von morgen.

Tönshoff prägte die Produktionstechnik in Hannover

"Sie sind als Nachfolger von Otto Kienzle und Werner Osenberg in große Fußstapfen getreten. Aber für Sie waren die Fußstapfen keineswegs zu groß", sagte Universitätspräsident Erich Barke. Tönshoff habe die Entwicklung der Produktionstechnik an der Leibniz Universität Hannover maßgeblich geprägt: Als Gründungsmitglied des Laser Zentrums Hannover und des Instituts für Integrierte Produktion Hannover sowie als einer der Gründungsväter des Produktionstechnischen Zentrums Hannover setzte er Meilensteine für den Maschinenbau in der Leinestadt.

von Gerold Kuiper

Bildergalerie zu diesem Artikel

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  • Industrie und wissenschaftlicher Nachwuchs: Sponsoringveranstaltung während des Kolloquiums. (Foto: IFW)
  • Kolloquium im Schloss Herrenhausen: Die finanzielle Unterstützung der VW-Stiftung machte es möglich. (Foto: VW-Stiftung)
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